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Fünf Tatverdächtige in Untersuchungshaft
Veröffentlicht von Hartwig Janßen (admin) am 27.11.2009
Kreis Polizeibehörde >>

Der Leiter der Viersener "Ermittlungskommission Ferrum" ist sich sicher: "Da ist uns ein Schlag gegen bandenmäßig vorgehende Metalldiebe gelungen."

Fünf Tatverdächtige befinden sich seit Donnerstag in Untersuchungshaft.

Die Fahnder schlugen am Mittwoch dieser Woche, unterstützt von Beamten der KPB Wesel sowie einem Spezialeinsatzkommando, in Kamp-Lintfort zu, als die Tatverdächtigen dabei waren, Diebesgut zum Zwecke des Weiterverkaufs zu verladen.

Während des Polizeieinsatzes an verschiedenen Gewerbeobjekten in Kamp-Lintfort waren mehrere Personen überwältigt worden. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei teilweise um Unbeteiligte handelte, die nur zufällig am Einsatzort anwesend waren. Diese Personen wurden noch vor Ort entlassen. Einer der zunächst überwältigten Anwesenden erhebt nunmehr Vorwürfe gegen die Polizei, dass er bei dem Einsatz verletzt worden sei. Die Kreispolizei Viersen hat dieserhalb Strafanzeige erstattet, um die Vorwürfe im Strafverfahren klären zu lassen.

Auf die Spur der fünf Männer im Alter zwischen 35 und 54 Jahren aus Kamp-Lintfort, Kroatien und Tilburg/Niederlande kam die Viersener Kripo im Zuge ihrer Ermittlungen nach einem Einbruch in eine Leuther Stahlfirma.

In unserer Meldung 1131 hatten wir am 10. Oktober berichtet, dass Unbekannte aus einer Firma Am Hotschgraf 42 Tonnen reines Nickel gestohlen hatte, das einen Wert von mehreren hunderttausend Euro hatte. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen führten nach Kamp-Lintfort und hatten sich am Mittwoch dieser Woche soweit konkretisiert, dass die Einsatzkräfte die Tatverdächtigen auf frischer Tat überraschen und vorläufig festnehmen konnten. Die Beamten konnten an den Einsatzorten etwa 28 Tonnen gestohlenes Nickel aus der Leuther Stahlfirma sicherstellen. Die Ermittlungen nach dem Verbleib des restlichen Metalls dauern noch an. Den Bandenmitgliedern wird vorgeworfen, mit in Kamp-Lintfort gestohlenen Lkw und Auflieger in der Nacht zum 10. Oktober die mehr als 40 Tonnen Nickel aus der Leuther Firma abtransportiert zu haben. Die für den Abtransport des Diebesgutes genutzte Sattelzugmaschine und der leere Auflieger waren am 11. Oktober in Duisburg aufgefunden und sichergestellt worden.

Die Mitglieder der Bande, so zumindest lautet der strafrechtliche Vorwurf gegen die Männer, waren teilweise einschlägig polizeibekannt, teilweise jedoch auch bislang so gut wie unbescholten. Die fünf als Haupttäter Beschuldigten schickte der Haftrichter in Krefeld am gestrigen Nachmittag in Untersuchungshaft.
Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Männer sowie mögliche weitere Tatverdächtige dauern an. Weitere Einzelheiten können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht werden.

Zuletzt geändert am: 27.11.2009 um 15:12

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