| Keglerball mit Siegerehrung |
| Veröffentlicht von Hartwig Janßen am 27.06.2010 |
Von Eberhard Lange
Die Ortskeglermeisterschaft 2010 findet ihren gesellschaftlichen Höhepunkt an diesem Samstag, 3. Juli 2010, ab 20 Uhr, im Haus Kother, Hampoel. Dort ist der Keglerball in diesen Rahmen die Siegerehrung erfolgt.
Leuther Kegler: Nur Leuth ermittelt noch die Meister – und das soll auch so bleiben!
Leuth. Draußen herrschten hochsommerliche Temperaturen um 30 Grad. Auf den Doppelkegelbahnen im Keller des „Haus Kother“ war es kühl, ruhig, sportlich-gespannte Stimmung. Die jeweils 25 besten Einzelkegler und Einzelkeglerinnen n ermittelten beim Abkegelnden Ortsmeister – und das erforderte Kondition und Fitness: elf Wurf auf die Vollen, zwölf Wurf auf Abräumen und anschließend die Krefelder Partie. Die Frauen kegelten auf der linken Bahn, Die Herren rechts. Es gab keinen Kampf der Geschlechter.
Der kleinste der sechs Nettetaler Stadtteile ist schon etwas Besonderes. Darüber waren sich die Kegelbrüder und Kegelschwestern am Samstagnachmittag im „Haus Kother-Wessig“ einig. In Leuth gibt es die meisten Kegelbahnen von ganz Nettetal: Sechs. Damit kommt auf je 333 Einwohner in Leuth eine Kegelbahn. Das ist sogar Bundesweit spitze.
In Leuth wird auch weiterhin der Ortsmeister der Kegler ermittelt. Während das Interesse an den Orts -und Stadtmeisterschaften in den anderen Stadtteilen in den vergangenen Jahren stark abnahm, so dass sogar im vergangenen Jahr in der einstige Hochburg der Keglermeisterschaften, in Kaldenkirchen, die Keglervereingiung aufgelöst und der Kassenbestand an die elf beteiligten Clubs ausgezahlt wurde. „Es fand sich kaum noch jemand für die Arbeit.“ bedauert Marlies Schäfer, langjährige Vorsitzende der Keglervereinigung Kaldenkirchen.
In Leuth gab es in diesem Jahr Neuwahlen. Der bisherige Vorstand der Keglervereinigung Leuth um Dieter Brauweiler kandidierte nach 14 Jahren nicht mehr. ES fand sich ein neuer Vorstand mit dem Vorsitzenden Wolfgang Winkels, Schriftführer Karl Heinz Lommes und Kassiererin Jutta Schürmann.
Die Frage bei der Jahreshauptversammlung im Februar: wird die Ortsmeisterschaft weiter fortgeführt wurde einstimmig bejaht. In den vergangenen acht Wochen wurden die besten Einzelkegler, Keglerinnen und Clubs ermittelt. Die jeweils 25 besten traten am Samstag zum Abkegeln an. „Es bleibt spannend.“ freute Horst Fänger (Hinsbeck). Sein Club „Die Gasse Jonges“ wurde schon sechs Mal in Folge Dorfmeister. „Wir sind mit sieben Mann und haben immer noch, Ehrgeiz.“ unterstreicht Toni Kluskens (64) der schon 2x Stadt-Einzelmeister und 2x Stadt-Mannschaftsmeister. Er kegelt schon 45 Jahre. 35 Jahre gibt es den Hinsbecker Kegelclub „Gasse Jonges“, der seit 2003 bei Kother in Leuth kegelt. „Damals war die Zukunft der Kegelbahn in Saal Franken ungewisse. Da haben wir uns neu orientiert und nicht bereut. Gut ist, dass die Ortsmeisterschaft in Leuth weiter ausgetragen wird.“ meint Herbert Fänger. Einiges hat sich geändert. Die Kegler tragen Uniform: Ein T-Shirt mit den Vornamen am Kragen oder überm Herzen und den Clubnamen auf dem Rücken. „Wer beim Kegeln das Club-Shirt nicht trägt, muss Strafe zahlen.“ lacht Helmut Koenen (26). Er gehört zum KC „Leere Gläser“. Mit einem Durchschnittsalter von 26 Jahren ist sein Club der jüngste. Andre Paland (26) gehörte vor sieben Jahren zu den Gründern. „Wir sind seit der Grundschule ein Freundeskreis.“ Zunächst wurde nur gelegentlich gekegelt. Dann regelmäßig mittwochs und seit gut zwei Jahren alle vier Wochen samstags, 20 Uhr. „Zur Prime Time.“ lachten die „Leeren Gläser“. Tim Paland, mit 22 Jahren der Jüngste im Club, hatte zum Abkegeln sein Club-Shirt vergessen., „Das kostet." lachte Helmut Koenen und Andre Paland erinnert an die Idee die vor sieben Jahren zur Gründung des Kegelclubs führte: „Kegeln ist die Möglichkeit bei der man sportliches tun, Geselligkeit und Trinken verbinden kann.“
Andrè Teichert (33), (KC Die Fraggels) kegelt mit seinem durch das Guinessbuch der Rekorde bekannt gewordene Club schon 15 Jahre. „Die Ortsmeisterschaft ist immer ein Höhepunkt im Jahr. Das muss bleiben.“
Hans Gerd Siebenhühner (KC Die Küschkes) bestätigt: „Die Ortsmeisterschaft ist sehr gut. Man trifft andere Leute, misst sich im sportlichen Können.“ Der Eisenbahner bedauert, dass er nicht bei Keglerball am nächsten Wochenende dabei sein kann. „Dann habe ich Dienst. Mir war aber vor allem das Abkegeln wichtig. Auch wenn andere erfolgreicher waren. Dabei sein ist alles.“
Hier die Ortseinzelmeister:
Damen 1.) Maria Wessig 126 Holz, 2:) Roswitha Schwan 124 Holz, 3.) Anne Büschkes und Monika Winkels mit jeweils 119 Holz,
Herren 1.) Wolfgang Winkels 215 Holz, 2.) Daniel Büscheks 203 Holz, 3.)Hans Gerd Siebenhühner 192 Holz.
Wolfgang Winkels: „Kegeln gehört zum Dorf und zur Tradition“
Seit Anfang 2010 ist Wolfgang Winkels (KC Gasse Jonges) Vorsitzender der Keglervereingung Leuth. Er stellte fest: „Leuth ist definitiv der einzige Stadtteil in dem noch eine Meisterschaft stattfindet. Fürs kommende Jahr plane ich Clubs aus den anderen Stadtteilen einzuladen, teil zu nehmen, wenn sie dazu Lust haben, damit wir das Fundament ein wenig erweitern.
Meiner Meinung nach sind Kegler ein wichtiger Bestandteil der dörflichen Tradition.
Kegeln gehört seit mehr als 150 Jahren zum dörflichen Vereinsleben dazu, wie die Schützen oder die Angler oder Taubenzüchter und es steht einem Dorf wie Leuth sehr gut zu Gesicht sich um diese Tradition nachhaltig zu kümmern.
Einige Fragen an den Vorsitzenden:
Eberhard Lange: Wie viele Clubs, Kegler nahmen teil?
Wolfgang Winkels: Es waren 12 Klubs mit jeweils mindestens 7 Keglern, auch Einzelkegler gehörten dazu
Eberhrad Lange: Weist Du wie lange es die Ortskeglermeisterschaften in Leuth schon gibt?
Wolfgang Winkels: Mindestens seit 1971. Erich Leuker trat 1991 nach 20 Jahren als Kassierer der Keglervereinigung zurück. Übrigens auch ein Hinsbecker, so wie ich.
Eberhard Lange: Bist du mit der Beteiligung zufrieden?
Wolfgang Winkels: Nicht so ganz, es sind einige Clubs mit ihren Keglern weggebrochen die keine Lust mehr hatten. Ich versuche die Kegler aus den Clubs wieder für die Ortsmeisterschaft zu gewinnen in dem wir ihnen im kommenden Jahr die Gelegenheit geben als Einzelkegler teil zu nehmen. Wir müssen halt auf allen Ebenen arbeiten um diese Tradition lebendig zu halten.
Zuletzt geändert am: 27.06.2010 um 13:00
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